Eierpunsch-Macarons

Macarons sind meine große Leidenschaft. Sie vereinen für mich Pralinen-Füllung und Plätzchen wie kein anderes Gebäck.

Zugegeben, es ist jedesmal eine Herausforderung die kleinen Leckereien zu backen. Ich habe aus zahlreichen Misserfolgen ein Rezept gefunden, dass nahezu erfolgsversprechend ist. Wer sich schon mal an Macarons versucht hat, weiß, dass  es viele Faktoren für ein perfektes Ergebnis gibt. Und manchmal stimmt das eine oder andere doch nicht so hundertprozentig, und schon nehmen die kleinen Diven des Feingebäcks es einem übel und reißen, fallen nach dem Backen zusammen oder entledigen sich ganz einfach ihres Deckels 😠

Aber gebt nicht auf! Ich habe es auch nicht getan, und es hat sich gelohnt 😍

Aus dem foldenden Rezept bekommt ihr ca. 16 fertige Macarons.

Ihr braucht dafür

  • 2 Backbleche mit Backpapier ausgelegt
  •  feines Sieb (am besten 0,6 mm Maschengröße)
  • Foodprocessor
  • Küchenmaschine
  • Silikonspatel
  • Spritzbeutel mit Lochtülle Öffnung 2cm
  • Spritzbeutel mit kleiner Sterntülle

Um gleichmäßige Macarons zu erhalten male ich auf die Rückseite des Backpapiers Kreise, die mir das Aufspritzen der Macaronage erleichtern. Ich habe mich für Kreise mit einem Durchmesser von 4 cm entschieden. Wählt ihr kleinere oder größere Kreise bekommt ihr natürlich dem entsprechend mehr oder weniger Macarons.

Bei der Zubereitung fange ich stets mit der Füllung an, damit diese im Kühlschrank kühlen und zum Befüllen fester werden kann.

Für die Füllung:

  • 45 g Eiweiß
  • 78 g Zucker
  • 125 g Butter
  • ca. 50 ml Eierlikör

Das Eiweiß mit dem Zucker in einer Metallschüssel verrühren. Auf dem Wasserbad auf 60°C erhitzen Dabei mit einem Silikonspatel stest sorgfältig vom Rand weg rühren. Bei 60°C ist der Zucker im Eiweiß gelöst und das Eiweiß ist pasteurisiert. Die Temperatur sollte idealerweise mit dem Thermometer kontrolliert werden. Jetzt das Eiweiß in der Küchenmaschine solange steif schlagen, bis es wieder abgekühlt ist.

Währenddessen die Butter hell cremig aufschlagen. Das steife Eiweiß mit dem Schneebesen vorsichtig unter die Butter heben bis eine lockere Buttercreme entstanden ist. Jetzt noch den Eierlikör vorsichtig unterrühren und bis zum Füllen in den Kühlschrank stellen.

Für die Macaron-Schalen:

  • 140 g gemahlenen Mandeln (ohne Haut)
  • 90 g Puderzucker
  • 2 TL Zimt
  • 115 g Eiweiß
  • 110 g Zucker
  • rote Speisefarbe als Pulver oder Paste (nicht flüssig!)
  • goldglitzernde Speisefarbe (Pulver)

Die Mandeln mit dem Puderzucker sorgfältig mischen. Portionsweise in einem Foodprocessor noch feiner mahlen. Dieses so entstandene Mehl sorgfältig mit Hilfe eines Löffels durch ein Sieb streichen. Ihr werdet feststellen, dass ein kleiner Teil (es sollten nicht mehr als 30 g sein) sich nicht durch die feinen Maschen streichen lässt. Mit dem Zimt sorgfältig mischen.

Das Eiweiß, wie schon zuvor für die Buttercreme, in einer Metellschüssel mit dem Zucker verrühren und auf dem Wasserbad auf 60°C erhitzen. Auch hier wieder sorgfältig mit dem Spatel vom Rand weg rühren.

Nun auch hier das Eiweiß mit der Küchenmaschine solange steif schlagen bis es wieder abgekühlt ist.

Was jetzt kommt, bedarf ein weinig Übung und Herantasten. Die Hälfte der gemahlenen Mandel-Puderzucker-Mischung auf den Eischnee geben und mit dem Silikonspatel unterheben. Dazu eine rührende gefolgt von einer durch die Mitte streichende Bewegung ausführen. Dies solang wiederholen, bis fast alle Mandeln unter gehoben sind. Den Vorgang mit der zweiten Hälfte der Mandeln wiederholen. Jetzt ist es wichtig, wie lang die Macaronage auf diese Weise „gefaltet“ wird. Wenn auch die zweite Hälfte der Mandeln untergearbeitet ist, die Speisefarbe zugeben und weiter falten. Wenn die Macaronage langsam wie Lava vom Spatel läuft, ist die Arbeit getan.

Jetzt den Backofen auf 120°C (Umluft) vorheizen. Habt ihr keine Umluft-Funktion tastet euch mit der Temperatur heran. Ich empfehle hier 140°C.

Die Macaronage in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und auf die auf dem Backpapier aufgezeichneten Kreise aufspritzen. Ist das erste Backblech auf diese Weise fertiggestellt, das Blech mit beiden Händen kräftig einige Male auf die Arbeitsfläche schlagen. Dabei mit beiden Daumen das Backpapier fixieren! Damit treibt ihr verbleibende Luftblasen aus dem Teig. Bleiben nach dem Aufspritzen kleine Spitzen, können die mit leicht befeuchteten Fingern vorsichtig zurück gedrückt werden. Mit einem Pinsel etwas von dem Goldglitzer auf die Macarons verteilen.

Bei dem zweiten Backblech ebenso verfahren.

Nun, wenn der Backofen aufgeheizt ist, haben die Macarons des ersten Blechs schon eine leichte Haut bekommen. Das bemerkt ihr, wenn ihr vorsichtig die Oberfläche berührt und nichts am Finger kleben bleibt.

Dann sind sie bereit zum Backen. Die Backzeit beträgt 30 -35 Minuten bei mittlerem Einschub. Nach der Backzeit sollten sie Macarons eine glatte Oberfläche haben und sich nach kurzen Abkühlen leicht und ohne Rückstände vom Backpapier lösen. Aber hier reden wir vom PERFEKTEN Ergebnis 😉. Nicht verzweifeln wenn nicht alle Schalen gleich aussehen und gleich gut gelingen.

Sind die Macaron-Schalen gebacken und abgekühlt, können sie gefüllt werden. Dafür jeweils 2 gleichgroße Schalen finden und diese bereit legen. Nun mit dem Spritzbeutel und der Sterntülle die Buttercreme auf eine Macaron-Schale spritzen und die passende darauf setzen.

Die fertigen Macarons sollten vor dem Verzehr einige Stunden (am besten über Nacht) in einer luftdichten Dose im Kühlschrank durchziehen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim ausprobieren und ein frohes Weihnachtsfest 🎅🎄

Frau Ullas Rotkohl

Rotkohl wie zu Großmutters Zeiten

Hallo Ihr Lieben,

wie ist es Euch in der Adventszeit bis hierher ergangen? Hattet Ihr eine stressige Zeit oder konntet Ihr etwas Ruhe finden und die schöne Zeit der vielen Lichter und der Weihnachtsmärkte mit allen Sinnen genießen? Bei uns war es bis jetzt eher das erste… Aber nun ist es Zeit – höchste Zeit – unseren Rotkohl-Vorrat für die kalte Jahreszeit zu kochen. Da wir es so ursprünglich möglich mögen, greife ich immer wieder auf die alten Rezepte meiner Mutter und meiner Großmutter zurück.

Deshalb gibt es heute ein Rotkohl-Rezept
aus dem handgeschriebenen Schulkochbuch meiner Mutter Ulla für Euch.

Für 4 – 6 Personen

  • 750 – 1000 g Rotkohl
  • 40g Fett (z.B. Butterschmalz)
  • 1 Zwiebel
  • 4 – 5 Nelken
  • 1 – 2 EL Essig (Rotwein-/ Sherry- oder Apfelessig)
  • 1 EL Zucker
  • Salz
  • ca. 250 g Äpfel
  • 1/8 l Wasser
  • optional geriebene Kartoffel

Den Rotkohl waschen und fein hobeln oder in feine Streifen schneiden, den Strunk dabei entfernen. In einem großen Topf das Fett erhitzen und den gehobelten Rotkohl darin andünsten. Den Essig zufügen- dieses Jahr habe ich Sherry-Essig genommen, der einen sehr schönen milden Geschmack gegeben hat – und das Wasser angießen. Zucker und eine große Prise Salz dazugeben. Die Zwiebel schälen, mit den Nelken spicken und mit den Äpfeln auch zum Rotkohl geben. Mindestens 1 Stunde bei niedriger Hitze kochen lassen bis der Kohl den gewünschten Biss hat. Wir mögen ihn sehr weich, deswegen lasse ich ihn immer recht lange kochen. Sollte es nötig sein, kann noch etwas Wasser angegossen werden. Ist zu viel Flüssigkeit vorhanden, kann die mit der geriebenen Kartoffel gebunden werden. Zum Schluss noch mit Salz,Zucker und Essig abschmecken.

Danach lasse ich ihn über Nacht auskühlen und friere ihn portionsweise ein.

Viel Spaß und guten Appetit!